10. VW-Pfingsttreffen vom 28. bis 31. Mai 2004 in Bautzen, Flugplatz Litten


Rekordverdächtige 20.000 Leute und 7.000 Autos waren es in diesem Jahr
- und wir waren (wieder) dabei!
Grill, Zelt und reichlich Mix eingepackt und ab ging's im VW-Convoy in Richtung Bautzen.
Das Wetter war spitze und alle waren heiß auf Autos,
Viertelmeile, quietschende Reifen und Party...
Wir wurden nicht enttäuscht!
Schon Freitag war der Flugplatz Litten so gut wie überfüllt, aber Samstag ging es erst richtig los. So viele VW-Freaks waren noch nie da! Dementsprechend viel gab's zu sehen. Klar, den einen Golf oder den anderen Vento erkannte man wieder, aber langweilig war es deswegen auf gar keinen Fall! Auch Nicht-VW's waren herzlich willkommen. Marco's Renault 19 war neben Enrico's Mega-Golf III und Rene's Golf I Cabrio eines der begehrtesten Fahrzeuge unserer Truppe. Was beweist: VW-Fahrer sind doch tolerant!
Beim Show & Shine Contest gab's ein paar besondere Leckerbissen zu sehen - tiefer, breiter, härter und vor allem: was für's Auge! Wir waren die ganze Zeit mit Staunen, Fachsimpeln und Fotografieren beschäftigt. Jedes der dort ausgestellten Autos glänzte durch mehr oder weniger originelles Design. Bei dem einen war es der hoffentlich einzigartige Effektlack, bei dem anderen die Innenraum-Leder-Ausstattung im Wohnzimmer-Wohlfühl-Stil und bei wieder anderen der mit Sound vollgepackte Kofferraum. Das lässt das VW-Herz höher schlagen! Aber nicht nur äußerlich war Hochglanz angesagt, auch im Motorraum funkelte und blitzte es. Ein Otto-Normal-Volkswagen weist ja doch eher Gebrauchsspuren wie Öl im Motorraum, leichten Rostansatz an der Heckklappe oder Mixery-Müll auf dem Rücksitz auf. Kein Vergleich zu Show & Shine! Mensch, die müssen ja alle eine Zeit haben...
Hatte man sich bei Show & Shine Appetit geholt, gab's eigentlich nur noch eins - ab zur ¼-Meile! Dort konnten dann die PS-Junkies zeigen, was sie drauf hatten. Nicht alle teilnehmenden Autos waren als solche zu erkennen - 'Schönheit zählt da nicht, nur Power!' muß sich da der Laie belehren lassen.
Mit etwas Verzögerung ging es kurz nach dem Mittag los. Einer nach dem anderen raste an den Zuschauern vorbei. Dicht gedrängt standen die Massen entlang der Rennstrecke. An Sicherheit durfte man in diesem Augenblick nicht wirklich denken, denn wie sollte ein Bauzaun einen tieffliegenden Corrado aufhalten? Der Spaßfaktor aber verdrängte die Angst!
Neben denen, die das ganze mit einer Showrunde verwechselten, gab es auch ein paar verrückte Autofahrer, die es mit einem Motorrad aufnehmen konnten.
Hut ab vor so viel PS!
Witzigerweise war es kein VW, der anfangs die Bestenliste anführte - nein, ein Opel Vectra! Jedem anderen hätten wir den Sieg gegönnt, aber ausgerechnet einem Opel?! Umso glücklicher waren wir, als ein Golf I und ein Rennkäfer den Opel auf den dritten Platz verdrängt hatten. Na, wo kämen wir denn da hin...?
Von der Sonne verbrannt, aber glücklich und heiß auf mehr ging's weiter zum Burn Out. Wer auf quietschende Reifen, dicken Qualm und einen leicht beißenden Gummigeruch in der Luft steht, der ist bei Burn Outs genau richtig!
In der Mitte ein paar Lebensmüde in zerbeulten Karren, die mit ihren Reifen den Beton
brennen ließen und drum herum ne ganze Menge Lebensmüder mehr, die den Fahrern wie geisteskrank zujubelten. Der Qualm vernebelte wohl das Gehirn!
Als ganz besonderer "Höhepunkt" wurde ein Fahrzeug in Brand gesetzt. Aus weißem Qualm wurde schwarzer, aber die Sicherheitskräfte bzw. Feuerwehr ließen auf sich warten. Sie wussten wohl, was auf sie zukommen würde. Empfangen wurden sie schließlich einige Minuten später mit Buh-Rufen und herumfliegenden Flaschen. Naja, wenn man "burn out" wörtlich nimmt - ausgebrannt war das Auto ja wirklich noch nicht!
'Buh! Lass brennen, Alter!'
Leicht verwirrt von so viel Idiotie suchten wir Abwechslung im Party-Zelt. Anfangs zappelten nur ein paar GoGo's leicht verloren auf der Bühne herum, aber dann gab's plötzlich nackte Haut zu sehen, das Zelt füllte sich und die Stimmung stieg. DJ Steve T., Bellini und Geier Sturzflug heizten ein und alle Nicht-Klaustrophobiker hatten tierisch Spaß!
Nachts fanden wir uns dann alle allmählich unter unserem Pavillon ein und ließen den Tag mit einem Lagerfeuer(chen) ausklingen.
Die Nächte waren kurz. Kälte und ein paar wenige überdrehte, laut feiernde Party-People mit ihren Konzerthallen im Kofferraum ließen uns nicht viel schlafen. Aber, was uns nicht umhaut, macht uns stark!
Zusammenfassend gibt es aber nur eins zu sagen:
Geil! Wir kommen im nächsten Jahr auf jeden Fall wieder!